Tischtennisabteilung auf großer Fahrt 2000


Ziel war das Sporthotel "Sonnenhof" in Kleinaspach, ein kleiner Ort zwischen Heilbronn und Backnang.

Mit drei Autos ging es am Freitag, dem 16. März in Richtung Süden. Nach gut zwei Stunden und ohne Probleme kamen wir gegen 17.00 Uhr an, gerade noch rechtzeitig, bevor die Insassen eines großen Reisebusses an die Rezeption stürzten.
Hier nahmen wir unsere Zimmerschlüssel in Empfang und erfuhren gleichzeitig, dass unser, über alle Maßen gutmütiger und schwer aus der Fassung zu bringender Sportkamerad Bernd L. nach einer Meinungsverschiedenheit mit dem Sohn des Hauses schon wieder abgereist war.

Die Zimmerverteilung wurde recht schnell gelöst, unsere einzige Dame, Karoline Pelzl, bekam das Einzelzimmer zugewiesen, die Herren der Schöpfung verteilten sich auf mehrere 2- und 3-Bett-Zimmer.

Hier wurden schnell die Betten getestet und dann das Hotel mit all seinen Einrichtungen besichtigt. Das dreigängige Abendessen wurde unter dem sehr schönen und großzügig ausgebauten Dach des Hotels eingenommen. Die Gänge wurden rasch serviert, das Personal war aufmerksam und auch die zweite Hauptspeise, die von einigen TT-Spielern zusätzlich eingenommen werden mußte, war geschmacklich lecker.

Anschließend war noch einmal Frischmachen für die Disco angesagt. Zum Aufwärmen wurden die Billard-Queues geschwungen und die eine oder andere Kugel fiel auch tatsächlich in das richtige Loch. Aber dann gings gut ab. Ein Tisch direkt an der Tanzfläche war schon reserviert, von dort konnte man gut beobachten und beobachtet werden (nicht wahr ...?). Unser Freund Andreas Scheinberger (Scheini) war der erste Bessunger auf der Tanzfläche, legte auch gleich richtig los und hatte mit seiner unnachahmlichen Art bald alle der ansonsten etwas schüchternen Bessunger auf die Tanzfläche gelockt. Es wurde getanzt, gehüpft oder was man dazu auch immer sagen will (Tischtennisspielen können wir sicherlich besser).

Unsere Wünsche an den Discjockey, ein paar Titel aus den aktuellen Charts und nicht immer aus der Hitparade zu spielen, wurden nicht erhört. Also weiter mit Wolfgang Petri, Modern Talking und morgens früh um drei mit Costa Cordalis und Konsorten. Was soll's, wir hatten Spaß und als es gar zu schlimm wurde (Peter Maffey) ging es in den hinteren Bereich zum Kartenspielen.

Gegen vier Uhr gingen die letzten von uns ins Bett (unser Methusalem Paul, hielt es ebenfalls bis zum Schluß aus). Für Samstagmorgen war Joggen für Scheini und Ralf Helfesrieder angesagt. Um halb acht gings los, eine große Runde bei strömenden Regen und herrlich erfrischenden 8 Grad (plus) um die nächsten Dörfer. Nachdem die beiden klatschnaß und durchgefroren zurückkamen, gings gleich in die hoteleigene Poollandschaft. Dort konnte man, im Verbund mit Severin Speldrich, so richtig schön "plantschen".

Beim Frühstücksbuffet fehlte etwas die Abwechslung, der Durst war groß, die Gläser klein, das Buffet war weit und so nahmen wir die Karaffen gleich mit an den Tisch, was sehr zu Verdruß beim Servicepersonal führte.

Nach dem Frühstück ging es für die Müden und Fußkranken per Zug zum kanadischen Blockhaus. Der Rest konnte per pedes folgen. Dort fand das Mittagessen und die Volksbelustigung statt.

Hier waren zwei Entertainer am Werk, die das Publikum (ca. 350 Personen) ratz fatz in Stimmung versetzten. Die eindeutig zweideutigen Anspielungen, der kostenlose Weinausschank, diese Kombination ließ die Leute auf die Bänke steigen. Ob Ihr's glaubt oder nicht, fast alle standen auf den Bänken, mit Ausnahme der TT-Leute aus Bessungen, die hatten Probleme morgens um halb zwölf die "Sau raus zu lassen". Der eine oder andere hat sich, ob des befremdlichen Benehmens aus dem Staub gemacht, ein Teil blieb sitzen und sah sich das Treiben an, das Gros aber, hat sich auf dem Kunstrasenplatz beim Fußball vergnügt. Der Fußball wurde uns sogar, ebenfalls nach einer kleinen Diskussion mit dem Sohn des Hauses, per Chauffeur gebracht (das war ein Service).

Nachmittags war der Kegelwettbewerb angesetzt. Wir waren nicht die Besten, aber sicherlich bei den Lustigsten. Von den Lustigsten die Besten: Karoline und Severin.

Tags zuvor wollten noch viele mit in die Sauna, aber als es dann soweit war, zogen die meisten den Schwanz ein. Lediglich Scheini und Ralf mußten auch hier wieder die Annehmlichkeiten des Hauses testen. Und wie das so ist in fernen Landen, am Dialekt erkennt man sich; so wurde man mit einer Karnevalsgruppe aus Mörfelden bekannt und genoß deren österreichischen Schnaps auch gleich in der Sauna.

Das Abendessen war wieder lecker und die Leser werden schon wissen was kommt, jawohl, auch am Samstagabend gab es für die meisten Bessunger wieder ein zweites Hauptgericht.

Für die Kultur wurde auch etwas getan, Severin kennt jetzt die Unterschiede zwischen einem Schnitzel "Wiener Art" (Schwein) und einem "Wiener Schnitzel" (Kalb) sowie einem 10 DM-Schein.

Danach war wieder Disco angesagt, wobei wir uns diesmal gleich dem Kartenspielen gewidmet hatten und nur ein paar ab und zu mal die Tanzfläche bevölkerten. Scheini motzte, er wollte Party und stützte stundenlang die Discopalme. Morgens um halb vier ging der Rest ins Bett (auch hier wieder der Letzte, man ahnt es schon: Paul).

P.S: Lieber Paul, Du hast diesen tollen Ausflug initiiert und hervorragend organisiert, dafür möchten wir uns sehr herzlich bei Dir bedanken. Es war eine tolle Idee, die wir sicherlich noch einmal verwirklichen werden. Die paar Unzulänglichkeiten, für die Du nichts konntest, waren das eigentliche Salz in der Suppe und außerdem wäre der Bericht ohne diese Problemchen viel, viel kürzer geworden.

Ralf Helfesrieder